Anlässlich des Christopher Street Day in Magdeburg stellt der CSD Magdeburg eigene Forderungen auf. Diese werden durch die Landesforderungen ergänzt, welche durch den LSQpRT erstellt wurden.

Forderungen

Forderungen des CSD an die Landeshauptstadt Magdeburg

1. Wir fordern die Verstärkung der Finanzierung und weitere Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Magdeburg und dem CSD Magdeburg. Einrichtung eines Kommunal Queerpolitischen Gremiums mit regelmäßigen Zusammenkünften.

2. Wir fordern die Finanzierung für Räumlichkeiten des CSD Magdeburg, sowie eine stetige Förderung des CSD Magdeburg e.V. und seiner Projekte. Außerdem fordern wir Transparente Koordinierung der Vergabe städtischer Mittel im LSBTIQ*-Bereich.

3. Die Mitarbeiter*innen in den Geflüchtetenunterkünften sollen für die spezielle Situation von LSBTIQ*-Geflüchtete weiter sensibilisiert und regelmäßig geschult werden. Anträge von LSBTIQ*-Geflüchteten zur Aufhebung der Wohnsitzverpflichtung (§12a Abs. 5 AufenthG) müssen unkompliziert und schnell entsprochen werden.

4. Wir fordern, dass die Stadt Magdeburg auf Ihre Partnerstädte einwirkt im LSBTIQ*-Bereich! Sie soll auf eine positive queerpolitische Entwicklung hinwirken, sowie Queere Sichtbarkeit unterstützen.

5. Wir fordern klare Zeichen der Solidarität durch Errichtung einer »Vielfalts- Ampel« auf dem Breiten Weg. Auf dieser Ampel sollen Lesbische, Schwule undHeterosexuelle Paare dargestellt werden.

6. Wir fordern durch die Stadt und der MVB Unterstützung beim Projekt »Rainbow-Straßenbahn« nach dem Vorbild einiger deutscher Städte, wie zum Beispiel unserer Partnerstadt Braunschweig.

Landesweite Forderungen des LSQpRT anlässlich der CSDs 2020

1. Fortschreibung des Landesaktionsprogramms zur Akzeptanz von LSBTIQ für den Zeitraum ab 2021 unter Beteiligung des LSQpRT und auskömmliche Finanzierung der Umsetzung des Programmes.

2. Verstärkte Landesförderung von Community-basierten Angeboten zur Beratung/Unterstützung von LSBTIQ und deren Angehörigen sowie zur gesamtgesellschaftlichen Akzeptanzförderung: verstärkter Fokus auf inter-und transgeschlechtliche Menschen sowie LSBTIQ-Geflüchtete.

3. Verstetigung und auskömmliche Finanzierung der unabhängigen Landeskoordinierungsstellen für LSBTIQ-Belange und Ausbau zu Landesfachstellen.

4. Bildung zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt an allen Schulen sowie in Kinder-und Jugendhilfe durch Anpassung von Rahmenvorgaben, kontinuierlichen Angeboten in der Aus-und Fortbildung sowie Implementierung in pädagogischen Praxis.

5. Hauptamtliche LSBTIQ-Ansprechperson bei der Polizei und den Staatsanwaltshaften.

6. Abschaffung der Kennzeichnung ,,ANST“ von Menschen mit HIV, HBV und HCV in sachsen-anhaltischen Polizeidatenbanken und Löschung aller in diesem Kontext gespeicherter Daten.

7. Beendigung der Finanzierung von Diskriminierung jeglicher Art.

8. Maßnahmen zur Beseitigung der strukturellen Diskriminierung von LSBTIQ-Personen in Behörden und staatlichenInstitutionen.